Einen Schritt weiter!
Auch in diesem Jahr beherbergte das Gästehaus der ökumenischen Gemeinschaft Gnadenthal für drei Tage unsere Regionalgemeinschaft. 27 GCL-er und GCL-erinnen versammelten sich vom Freitagabend bis zum Sonntagmittag, um gemeinsam zu beten, zu beraten und so einen weiteren Schritt in unserem Suchprozess zu gehen.
Wolfgang Zecher, Stefanie Sehr, Annette Klose und Ruth Hartmann begleiteten uns mit methodischer Sachkenntnis und Begeisterung durch Übungen voller Nachdenklichkeit, Reflexion und Neugier auf die Zukunft hin, die sich mit Zeiten der Begegnung, des Austausches und des Gesprächs abwechselten.
Die Zukunft unserer Regionalgemeinschaft wurde zum Thema und wir machten uns gemeinsam auf die Reise zu neuen spirituellen Herausforderungen und Strukturen.
Es ging um Wachstum nach innen und nach außen.
Der Freitagabend gehörte noch der Selbstvergewisserung und den ersten Begegnungen nach zum Teil langer Zeit, in der wir einander nicht gesehen haben.
Der Samstag gehörte der Zukunft. Wir begannen den Tag mit einem Kreuzgebet, um uns ganzheitlich körperlich-äußerlich und seelisch-innerlich auf die Herausforderungen des Tages vorzubereiten und achtsam mit seinen Gaben umzugehen.
Wir nahmen uns am Vormittag lange Zeit für Gebet und meditierten die Speisung der Fünftausend aus Mk 6. Im Austausch wurde der Mut spürbar, der uns im Teilen unsrer Erfahrungen mit der Perikope langsam zuwuchs und sich sowohl im Austausch zu zweit, zu viert als auch im Plenum bemerkbar machte. Die Identifikation mit den erschöpften Jüngern, die die Menschen gerne entlassen wollten, ist dem Blick auf Jesus gewichen, der den Segen spricht und dafür sorgt, dass viele satt werden.
Mit der Zuversicht der Jünger machten wir uns nach der Mittagspause auf zur Konkretisierung der nächsten Schritte im Suchprozess. Diesmal ermöglichte uns Stefanie Sehr mit Hilfe der Fantasieübung „die Siebte Generation“ ein Gespräch mit GCL-ern und GCL-erinnen aus der Zukunft. Einige von uns, die Vertreter und Vertreterinnen der GCL von heute wurden, begegneten nicht der siebten, aber der vierten Generation, also etwa den Menschen, die in einhundert Jahren unserer Gemeinschaft angehören werden. Wir erzählten und hörten von unseren Such- und Umbruchprozessen und erfuhren Dankbarkeit für die Ausdauer, die Kreativität und den Mut, die unsere Zeit prägen, so die Rückmeldung derjenigen, die sich in die Rolle der zukünftigen GCL-Mitglieder hineinversetzt haben. Tief bewegt und von der Übung inspiriert machten wir uns auf, um im Plenum über die Zukunft unserer Region nachzudenken. In diesem Austausch standen die individuellen Talente, Stärken und Gaben der GCL-er und GCL- erinnen, die es in der Gemeinschaft zu leben ging. Neben vielen sehr konkreten Ideen wie z.B. die Weiterentwicklung der regionalen Homepage fiel uns eine Bewerbung für eine Leitungsaufgabe zu: Sonja Wessendorf meldete ihre Bereitschaft an, sich in der Region zu engagieren.
Am Sonntag verschafften wir uns einen Überblick über die konkreten Aufgaben, die in der Region anfallen. Dazu wurde ein Überblick verteilt, auf dem auch vermerkt war, wer in unserer Region welche Aufgaben übernimmt (Leitungsteam, Arbeitsstelle etc.).
Desweiteren schauten wir uns an, welche Strukturen wir in unserer Region haben, welche „Organe“ gibt es (Gruppen, Gruppenvertretertreffen, Leitungsteam, Mitgliederversammlung, Promotionsteam etc.) und wir machten uns Gedanken, ob es ggf. angezeigt sein könnte, diese Strukturen zu verändern, z.B. der Mitgliederversammlung mehr Gewicht zu geben. Viele spürten auch das Bedürfnis, angeregt durch die geistliche Inspiration des Samstags ein konkretes Engagement in der GCL zu benennen, so die Gemeinschaft in den kommenden Jahren in verschiedenen Bereichen zu unterstützen und sie weiterzuentwickeln. Im Gespräch
wurde auch deutlich, dass wir bereit sind unsere Strukturen auf den Prüfstand zu stellen, um Bewährtes zu behalten und Neues hinzuzufügen. Darum soll es u.a. auch bei dem nächsten Treffen im Suchprozess am 28. März gehen.
Der Sonntag und damit das Regionalwochenende klang aus mit einem Wortgottesdienst, der von Annette Klose geleitet wurde.
Insgesamt war es ein Treffen, dass von Offenheit und Bereitschaft getragen war, sich mit unserer Region und ihrer Situation auseinander zu setzen. Und immer wieder klang an, lass uns Neues wagen, bleiben wir nicht an Altem hängen. Und letztlich wir tun das Unsere und Jesus wird es verwandeln.
Wir sind einen Schritt weiter!
Alexandra Wypich und Ruth Hartmann























Alle Bilder: Ernst Langner